Jedes Pferd ist Teil des Konzeptes- mit allen Stärken, aber auch Schwächen

 

 

 

In Reitschulen müssen Pferde ausschließlich „funktionieren“. Ihre natürlichen Bedürfnisse werden oft nicht berücksichtigt, ihr eigenes Selbst und Sein verkümmert. Die Folge sind häufig schwere Unfälle und Verstärkung der Vorurteile gegenüber Pferden. Das ist ein Erfahrungswert, den viele meiner Kunden im Erstkontakt mitbringen. „Ich bin vor vielen Jahren mal geritten und hatte einen schweren Unfall, aber ich möchte trotzdem wieder reiten/ ans Pferd- machst du sowas?“ heißt es da oft. Ja, ich mache sowas, denn es geht auch anders.

 

Meine Pferde sind eine geschlossene Herde, sind derer sie untereinander ihren persönlichen Bedürfnissen (Rangordnung, Sozialkontakt, tagesaktuelles persönliches Befinden) folgen. Ich berücksichtige das durch stetige Beobachtung und stelle unter genau diesen Aspekten die Ausritte zusammen. Dabei ist wissenswert, daß jedes meiner Pferde mit entweder einer psychischen oder physischen Misshandlung oder einer Kombination daraus zu mir gekommen ist. Trotzdem tun sie mit Leidenschaft und Freude ihre Arbeit, wenn wir mit Kunden arbeiten.

 

Ich resozialisiere schon seit Anbeginn meiner Reiterlaufbahn Pferde mit psychischen und physischen Schädigungen und binde genau das in meine Arbeit ein. Meine Vision ist es, daß kein Pferd zum Schlachter muss nur weil es durch einen Menschen Schaden erlitten hat. Jedes Pferd/ Lebewesen ist wertvoll und wenn es richtig eingesetzt wird, kann man das Strahlen in ihren Augen sehen, wenn das Gefühl des „ich werde gebraucht, ich habe eine Aufgabe“ sichtbar wird. Unzählige dieser unbezahlbaren Momente habe ich erlebt und kann sie nun an meine Kunden weiter geben.

 

Wissenswert ist, daß Pferde, die nicht geritten werden können, aber in der pferdgestützten Aus- und Weiterbildung eingesetzt werden können, da ausschließlich vom Boden aus gearbeitet wird. Die Pferde arbeiten dabei in der Rolle des Trainers auf der mentalen Ebene.

 

 

 

 

 

                Resozialisieren -Was zuerst? Mensch oder Pferd?

 

 

Wir Menschen glauben leider immer, daß wir federführend sind. Dabei lehrt uns jedes neue Pferd von der ersten Minute an, die es bei uns ist. Mich hat es gelehrt, wertfrei zu denken und an ein Pferd ohne Vorurteile heranzugehen. Das ist der erste Schritt, um schwer traumatisierten Pferden einen neuen Weg geben zu können.

Ich nehme als Beispiel für diesen Teil meiner Arbeit immer Nuca, meinen Großeselmix, da bei ihm die physische Schädigung sichtbar war. Halb verhungert, verwahrlost, das Fell mit Exkrementen verklebt, mit den Hinterbeinen austretend, sich nicht anfassen lassen wollen und bei jeglicher unbewusster Bewegung eines Menschen, sofort in Panik verfallend- so ist er zu uns gekommen. Nun stelle ich die Frage: Hätten Sie diesem Pferd eine Chance eingeräumt und geglaubt, daß man ihn im Kundenbetrieb einsetzen könnte?

unsere Stars für Dich - jedes Pferd so individuell wie DU

ODIN

Vollblut-Mix

FRIGG

Norweger-Kaltblut-Mix

GAJAN

Belgisch Trekpaard

noch ist er eine Baustelle.. aber lange Spaziergänge und Fotoshootings gehen schon, wir freuen uns schon aufs Reiten



NUCA

französischer Großeselmix

Quelle Bild mit Radagast dem Braunen: https://www.tolkientag.de/

FELIZE

Ardenner